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Der Aufbau des 17ers

 Hier sind Trafos und Röhrenfassungen schon drauf....

 ....aber sonst sind die Gehäuse quasi leer, hinten die diversen Buchsen...

 

Die Stromversorgung mit Gleichrichtern, Siebelkos, Mosfet-Regler und Zeitschalter-Relais....

 Alles in doppelter Ausführung mit identischen Bauteilen....

 Und so sieht's aus wenn alles fertig verdrahtet und eingebaut ist.

Röhren in Retro

Beispiel eins:

     Schmuckstück in einem alten Grundig-Bakelit-Gehäuse: Neuer Stereo-ClassA-Verstärker mit vier 6L6 und zwei EF86 als Treiber

 

Beispiel zwei:

    Stilecht im Original-Bakelit-Gehäuse, ein völlig neu aufgebauter Stereo-Verstärker mit zwei ECL86 und einer EM87-Anzeigeröhre

 

Beispiel drei:

 Ein Gitarrenverstärker in einem alten Dampfradio mit drei Röhren und Tremolo

 

 Beispiel vier:

   Original Bakelit-Gehäuse aus den 40er Jahren, drinnen eine Nordmende-Endstufe aus einer 60-Jahre-Musiktruhe

 

Beispiel fünf:

  Retro-Radio komplett entkernt, nun mit Stereo-Endstufe & zwei Aussteuerungs-Anzeigeröhren

 

Von der Überlegenheit des Single-Ended-Konzepts

Zugegeben, das mag ja alles Geschmackssache sein, aber: das Konzept des Eintakters ist einfach überzeugender! Und der Sound ist großartig! Die Gründe:

1) Das Tonsignal bleibt beim Eintakter intakt, denn es wird als Ganzes verstärkt.

Bei Gegentakt-Verstärkern wird das Tonsignal pro Stereokanal in Ober- und Unterwelle gesplittet, dann in zwei getrennten Stufen verstärkt und schließlich im Ausgangsübertrager wieder zusammen gesetzt. Beide Zweige eines Push-Pull-Verstärkers müssen demnach absolut symetrisch arbeiten, sonst kommt es zu Verzerrungen. Wohl gemerkt pro Kanal! Schon das ist bei den recht großen Fertigungsdifferenzen bei Röhren erst einmal eine Aufgabe. Zudem verhalten sich auch zwei gematchte Röhren mit gleichen Messwerten im Laufe der Zeit gern mal unterschiedlich. Also muss man immer wieder nachmessen und nachregeln.

All das fällt bei Single-Ended-Amps weg. Punkt.

2) Ein Eintakter kommt mit sehr wenigen Bauteilen im Signalweg aus.

Weil nicht groß am Signal rumgefummelt wird, braucht man auch nicht so viele Elemente. Der Königsweg: Jedes Bauteil, das  NICHT verwendet wird, ist ein gut Bauteil.  Die Nachteile: Drumherum wird alles aufwänder - und teurer! Man nehme nur beste, handverlesene Bauteile, die man am besten auch noch einzeln ausmisst. Zudem greife man ausnahmslos auf hochwertige, große und verdammt schwere Ausgangsübertrager zurück. Und auch die haben ihren Preis - aber es lohnt sich! Und: man baue das Netzteil so sorgfältig auf, dass das Wechselstrom-Brummen nachhaltig herausgefiltert wird. Das alles ist dann sehr aufwändig, fürwahr.

3) Weniger ist mehr oder: billig können wir uns nicht leisten

Also all das, was man sich beim Aufbau der reinen Single-Ended-Verstärkerschaltung an Komplexität und Bauteilen spart, muss man an qualitativ hochwertigen Bauteilen und aufwändig gesiebtem Netzteil wieder ausgeben. Was ist falsch daran? Wenn der Sound stimmt, ist es jeden Aufwand wert!

Zwar hat man bei einem Eintakter nur eine geringe Ausgangsleistung von allerhöchstens 10 bis 15 Watt. Aber: wer braucht mehr? Mit guten Lautsprecherboxen kann man auch mit 5 Watt durchaus die Nachbarn ärgern und wilde Partys schmeißen.

KISS und der Sound aus der Tube

 Romantisch glimmen die Heizdrähte

Keep It Small & Simple - das KISS-Prinzip verspricht gerade beim Umgang mit Röhren in der Verstärkertechnik das beste Ergebnis: den puren Sound! Darum haben die Single-Ended-Amps den besseren Klang!

Der Grund ist einfach:  Ein extrem kurzer Signalweg und - außer den Röhren - nur drei/vier Bauteile zwischen Eingangsbuchsen und Ausgangsübertrager: Poti, Koppelkondensatoren, evt. ein Eingangswiederstand, das war's. Und das freut die Ohren. Da wird nicht herumgetrickst am Tonsignal, sondern einfach nur verstärkt.

Das wiegt die wenigen Nachteile wieder auf, die diese Technik hat, etwa den etwas höheren Stromverbrauch und die Störanfälligkeit durch minderwertige Bauteile oder Fehler beim Aufbau. Die Lösung: Man verwende schlicht das beste erhältliche Material und prüfe sorgfältigst Funktion und Leistung.

Das wichtigste Element eines hochwertigen Röhrenverstärkers ist ... das Netzteil!  Wenn die Stromzufuhr stimmig und genau abgeglichen ist und die Gleichspannungen ordentlich gesiebt sind, klingt der einfachste SIngle-Ended-Verstärker sofort nach HighEnd, also rein und sauber ohne den Sound zu beeinflussen.

 

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Nachhaltigkeit

Röhren, insbesondere Eintaktverstärker, verbrauchen viel Strom. Und günstig sind Anschaffung oder Eigenbau grad nicht. Ein Röhrenverstärker aber ist eine Anschaffung für's Leben! Er ist so aufwändig und nachhaltig produziert, dass er viele Jahrzehnte allerfeinsten Sound liefern kann. Die Röhren muss mann vielleicht nach einigen Jahren austauschen, aber das Gerät als solches kann man guten Gewissens noch seinen Kinder vererben. Wenn das keine Nachhaltigkeit ist.....

Röhren digital

Digitale Quelle, analoge Klangumsetzung - für den Musikgenuss empfehlen sich z.B. flac-Dateien (flac = free lossles audio codec), die entweder von CD (16 Bit 44 kHz), von SACD, DVD-Audio oder Vinyl (digitalisiert mit 24 Bit und 88, 96 oder 192 kHz) stammen. Oder SACD-Player bzw. DSD-Dateien. Über einen guten DAC (digital analog converter) wird daraus ein feines, äußerst reines analoges Tonsignal, aus dem ein Röhrenverstärker einen wunderbaren Sound zaubern kann.